Hey – Pippi Langstrumpf…

Schon als der ‚Große‘ noch ein Baby war, war ich absoluter Fan von diesen wunderbaren kleinen Teilchen hier:

Baby-Stulpen
Eine kleine Auswahl unserer Baby-Stulpen

Und weil ich seit dem immer wieder darauf angesprochen werde, dachte ich mir, es ist an der Zeit, euch auch davon zu erzählen.

Ich hatte sie damals im Mama-Workout Kangatraining das erste mal gesehen und mich sofort in sie verliebt. Auf der Suche nach ihnen bin ich jedoch nur bei Amazon fündig geworden, ich sie bei noch in keinem der ‚klassischen‘ Kinderbekleidungsgeschäften gesehen.

Warum ich und die Kids sie so sehr lieben?

  • warme Beine/Arme ohne ‚Extraschicht‘ an Bauch und Po
  • unkompliziertes wickeln ohne ausziehen
  • einfach an/ausziehen, die Hose kann währenddessen an bleiben
  • perfekte ‚untenrum‘-Ergänzung für jeden Body
  • Pippi-Langstrumpfstyle: einfach zwei verschiedene anziehen

Und wenn das jetzt wie Musik in euren Ohren klingt, dann schaut einfach mal nach einem dieser Begriffe, da ist bestimmt ein passendes Design dabei:

#babystulpen #babylegs #legwarmer #beinlinge

Traue keiner Statistik…

…die du nicht selbst gefälscht hast…
Oder:

Die manipulative Kraft der Karten

Aus aktuellem Anlass (ich bin erst vor ein paar Tagen auf die Internetseite des neuen Geschäftsmodell eines ehemaligen Kollegen gestoßen, auf der leider genau dieser Fehler immer wieder gemacht wird) möchte ich euch heute den vermutlich häufigsten Fehler von kartographischen Laien veranschaulichen: Die Darstellung absoluter Zahlen als Fläche.

Und da wir erst neulich die Vorzüge und Nachteile von Google MyMaps hatten, hab ich ein entsprechendes Beispiel zum Klicken und Verstehen in Google MyMaps erstellt… ;D

Die Karte zeigt die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland von Januar 2017 zu März 2017. Neben den Grenzen der Bundesländer gibt es zwei weitere Ebenen:

  • Entwicklung Arbeitslosenquote (grün)
    → korrekte Darstellung
  • Entwicklung Arbeitslose (rot)
    → falsche Darstellung

Quellen für die Karte
Arbeitslose/-nquote: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
KML Bundesländer: https://community.qlik.com/docs/DOC-7279

(Fehler-) Analyse

Bei der Arbeitslosenquote handelt es sich um eine relative Zahl (Anteil Arbeitslose an Erwerbstätigen), die Anzahl Arbeitslose ist absolut. Flächen sind immer relativ, so dass sie für die Darstellung auf einer Karte grundsätzlich nur für relative Zahlen in Betracht gezogen werden dürfen.

Mein Lieblingsbeispiel dazu:
Drei Bäume auf der Fläche von Berlin sind absolut gesehen gleich viel, wie drei Bäume auf die Fläche von Bayern. Wenn man jetzt allerdings die Flächengröße von Berlin und Bayern mit einbezieht, so sind drei Bäume in Bayern deutlich weniger. Für die Darstellung absoluter Zahlen auf Karten sollten daher ausschließlich Diagramme verwendet werden
Kommen wir zurück zur Karte:
Vergleicht man nun beide Darstellungen so fällt auf, dass der erste Eindruck der Entwicklung völlig unterschiedlich ausfällt – je nach dem, ob gerade die absolute Entwicklung oder die Entwicklung der Quote angezeigt wird.

Beispiel: Nordrhein-Westfalen

Die Arbeitslosenquote ist um lediglich 0,1 %-Punkt gesunken.

  • hellste Farbe
  • niedrigste Abweichung
  • „schlechte“ Entwicklung

→ Karte vermittelt den korrekten Eindruck

Da NRW aber mit Abstand die meisten Einwohner (und somit auch Arbeitslosen und Erwerbstätige) hat führt dazu, dass die absolute Abweichung von -10.263) Arbeitslosen recht hoch ist.

  • dunkle Farbe
  • hohe Abweichung
  • „gute“ Entwicklung

→ Karte vermittelt einen falschen Eindruck

Beispiel Mecklenburg-Vorpommern

Die Arbeitslosenquote ist um 0,7 %-Punkte gesunken.

  • dunkle Farbe
  • hohe Abweichung
  • „gute“ Entwicklung

→ Karte vermittelt einen korrekten Eindruck

Da in Mecklenburg-Vorpommern aber vergleichsweise wenig Einwohner (und somit auch Arbeitslose und Erwerbstätige) hat, heißt das auch, dass die Entwicklung der absoluten Anzahl Arbeitslose (6.047) recht niedrig ist.

  • hellste Farbe
  • niedrige Abweichung
  • „schlechte“ Entwicklung

→ Karte vermittelt einen falschen Eindruck

Fazit

So ein simples Beispiel zeigt, wie schnell wir an der Nase herum geführt werden können. Deshalb: Vertraut nicht dem ersten Eindruck einer Karte sondern lest das Kleingedruckte! Und wenn in der Legende steht, dass absolute Zahlen pro Fläche dargestellt werden, dann seid extrem vorsichtig → hier steckt entweder wenig KnowHow hinter der Karte oder es wurde absichtlich manipuliert um den gewünschten Eindruck zu vermitteln.

Was kann Google MyMaps?

Zur Zeit kann/darf/muss ich mich auf Arbeit vergleichsweise viel mit Google-Karten (insbesondere Google MyMaps) auseinandersetzen. Für einen Kartographen ist das natürlich nicht grade die schönste Aufgabe, aber es ist doch – mit einigen Tricks – möglich, einfache aber ganz ansehnliche Karten für den Otto-Normal-Verbraucher zu erstellen.

Die wichtigsten Funktionen und Einschränkungen aus meiner Sicht habe ich hier für euch zusammen gestellt:

Anwendungszweck

Google MyMaps richtet sich an Endanwender und verfügt daher nur über rudimentäre Funktionen die manchmal ganz auch schön versteckt sind. Die Lizenzbedingungen von Google erlauben die Nutzung, allerdings muss auf Screenshots der Karte mindestens immer das MyMaps-Logo zu sehen sein.

Was sind die Grenzen von Google MyMaps?

Standorte

  • Eine Ebene kann max. 2.000 Standorte darstellen
  • Symbole können einheitlich oder nach Kategorie dargestellt werden, nicht nach unterscheidlicher Symbol-Größe

Flächen

  • Grafische Elemente können per Hand eingezeichnet werden
  • Die so erstellten Zeichnungen sind eher wie Grafiken in Office-Programmen zu verstehen, denn als „korrekt digitalisierte Flächen“ – es gibt auch keinerlei Möglichkeiten die erzeugten Geometrien zu prüfen etc.
  • „richtige“ Flächen können (nur) per KML-Upload erzeugt werden
  • KML-Dateien dürfen max. 5 MB groß sein

Beschriftung

  • Für die Beschriftung kann max. eine Spalte ausgewählt werden, eine Kombination mehrerer Spalten ist nicht möglich
  • Darstellung der Beschriftung kann nicht verändert werden
  • Lange Texte werden unabhängig von der Zoom-Stufe einfach abgeschnitten

Funktionen

  • Geocodierung von Standorten auf Basis der Adresse
  • Rudimentäre nachträgliche Bearbeitung von Standorten in der Datentabelle
  • Integration von Routing
  • Mehrere Ebenen, die der End-Nutzer selbstständig ein- und ausblenden kann
  • automatisches Mouse-Over-Pop-Up (der Inhalt wird über die Datentabelle gesteuert)
  • Es können benutzerdefinierte Symbole verwendet werden
  • insgesamt können max. 10 Ebenen pro karte angezeigt werden

fehlende Funktionen

  • Feinere Steuerung der Zoom-Stufen
  • Klassisches Kartenlayout mit Kartenrahmen und Legende etc.
  • Standorte mit unterschiedlich großen Symbolen darstellen
  • Skalierung der Symbole/Beschriftung
  • Steuerung der Beschriftung (Farbe, Platzierung…)
  • Buffer/Umkreise
  • Diagramme weder für Flächen noch Standorte
  • Achtung: Laut Google AGB dürfen keinerlei Screenshots erstellt und weiterverarbeitet werden
Der größte Vorteil

Nahezu jeder ist dazu in der Lage, einfache Standort-Karten zu erstellen. Dafür ist weder Fachwissen noch spezielle Software notwendig, eine einfache Tabelle mit Adressen reicht aus um die Standorte in der Karte anzuzeigen.

Der größte Nachteil

Updates einer erstellten Karte sind nicht wirklich möglich. Je mehr Karteninhalte und Elemente pro Ebene enthalten sind, desto sinnvoller ist es, alle zu aktualisierenden Ebenen in der Karte komplett neu anzulegen und die Einstellungen zur Darstellung und Beschriftung erneut vorzunehmen. Ein einfaches „Datenquelle tauschen“ ist in MyMaps leider nicht möglich…

Zu guter Letzt..

…habe ich noch einen kleinen Bug für euch, der mir MyMaps doch irgendwie „sympatisch“ macht:

Wird für (per KML-Upload erzeugte) Flächen  die Variante „einheitliche Darstellung“ gewählt, erscheint in der Legende ein Standort-Symbol statt eines für Flächen…

Tomatenmänner

Wenn wir eines immer zu Hause haben, dann sind das kleine Tomaten in allen Varianten. Sohnemann könnte fast einen ganzen Eimer voll davon essen – zu jeder Mahlzeit wohlgemerkt.

Als wir am Wochenende zum Frühstück die Tagesplanung durchgesprochen haben (wir wollten das Wetter nutzen und im Garten grillen) hatte ich dann die grandiose Idee, einfach mal kindgerechtes Grillgemüse zu machen:

Tomatenmänner

Diese niedlichen Kerlchen sind nicht nur lecker sondern auch total schnell gemacht:

Einfach die drei Tomaten auf einen Holzspieß fädeln und verzieren. Ich habe für Augen, Nase und Knöpfe einfache Kümmel-Samen genommen, aber es eignen sich auch  andere Gewürze (z.B. Rosmarin, ggf. auch Nelken).

Zum Garen einfach kurz von beiden Seiten auf den Grill oder in den Ofen packen und danach ausreichend auskühlen lassen. Für die Kids hab ich den Kümmel vor dem Essen wieder entfernt, ich selbst fand die Kombination eigentlich recht spannend – vor allem in der Variante „Weintraubenmann“ ;D

Ein teufliches Lieblingsbuch

Sohnemann hat zur Geburt seiner Schwester von Oma ein Buch geschenkt bekommen, mit den Worten „Das habe ich als Kind schon gelesen und es war lange Zeit mein Lieblingsbuch“. Kind war die Oma vor fünfzig Jahren im ehemaligen Ostdeutschland. Das Buch aber hat zum Glück bis heute überlebt und ist inzwischen so beliebt bei Sohnemann, dass es gleich mehrfach zu Kindergeburtstagen verschenkt werden musste.  Grund genug also, es euch vor zu stellen:

Ein Teufel namens Fidibus
G. Spang, W. Klemke
Beltz Verlag, 2014
(erstmals erschienen 1970)

Das Bilderbuch besteht aus 30 Seiten, zum Vorlesen brauchen wir etwa 7-10 Minuten. Das Bild/Text-Verhältnis ist sowohl für Kindergartenkinder als auch Leseanfänger geeignet.
Die Geschichte ist herzerwärmend geschrieben und wird durch die liebevollen Illustrationen sehr anschaulich. So bricht z.B. nicht nur das Schiff, sondern auch der Text in der Mitte auseinander oder alle 27 ausgerissenen Haare können auf dem Bild nachgezählt werden.

Inhalt
Fidibus ist ein kleiner Seeteufel, dessen Eltern in einem Streit vor Wut geplatzt sind. Seit dem lebt er allein in einer verrosteten Dose auf dem Meeresgrund und geht täglich zum Oberteufel Quacklabrack in die Schule. Dort lernen die kleinen Seeteufel allerlei Seeteufeleien und alle Schüler hören aufmerksam zu. Nur Fidibus nicht. Fidibus ist gelangweilt von den Vorführungen des Oberteufels, vor allem aber hasst er die praktischen Übungen. Bei einer besonders schlimmen Übung erkennt Fidibus plötzlich, dass die Seeteufeleien böse sind und dass dies auch der Grund dafür ist, warum die anderen Meeresbewohner die Seeteufel nicht leiden können. Er beschließt, von nun an ein lieber Seeteufel zu sein und tut sein Möglichstes, die Seeteufeleien seiner Mitschüler wieder Gut zu machen. Oberteufel Quacklabrack gefällt dies natürlich gar nicht und er sperrt Fidibus zur Strafe ein. Doch inzwischen hat sich bei den Meeresbewohnern herumgesprochen, dass Fidibus ein lieber Kerl ist und ihm wird geholfen, so dass er schlussendlich nie wieder Angst vor den anderen Seeteufeln haben muss sondern der glücklichste kleine Seeteufel dieser Welt ist.

Woher kommen die ominösen 80%?

Anfang des Monats war ich bei einem großen „Datenbankhersteller“ in Walldorf auf einem „Info-Tag GeoDaten“. Abgesehen von den vielen vermeintlich schönen Lösungen von denen wir derzeit trotz vorhandener Lizenzen etc. keine Einzige nutzen können, fiel dort wieder mal die ominöse Aussage:

80% aller Daten haben einen Raumbezug.

Da ich diese Zahl bereits aus dem Studium kannte, war ich über das allgemeine Raunen im Saal darüber doch einigermaßen verwundert. Und so führte mich eine einfache Google-Suche („daten mit raumbezug“) zu zahlreichen Treffern, in denen genau dieser „Fakt“ immer wieder genannt wird und die Suche ließ mich nach wie vor ratlos über diese Verwunderung zurück (Wie tief hat man sich mit GeoDaten beschäftigt, wenn einem diese Zahl völlig fremd ist?)

Die gleiche Suche führte mich allerdings auch (und das fand ich dann doch wieder interessant) zu diesem Forschungsbeitrag der TU Dresden (Link zum PDF) aus dem Jahr 2012, in welchem versucht wurde, diese ominöse und quellenlose Zahl wissenschaftlich zu belegen. Und auch wenn Hahmann und Burghardt die 80% nicht ganz belegen konnten (die dortige Analyse von Wikipedia Deutschland führt zu einem Ergebnis von 57%), so teile ich doch mit Ihnen die Auffassung, dass es auch dann keine Degradierung der Geowissenschaften sein dürfte, wenn es sich um weniger Daten mit Raumbezug handelt. Man denke da nur an all die Youtube-Videos und Musiktitel, die auch ohne jeden Raumbezug ihre Daseinsberechtigung haben…

Neuanfang oder „Bleibt alles anders“

Jetzt also nochmal alles von vorn…

Der ein oder andere kennt vielleicht schon meinen kleinen Häkel-Blog www.couchhaekelei.de, den ich mehr oder weniger rege mit neuen Beiträgen bestücke, wenn denn mal wieder Zeit zum Häkeln, Anleitung schreiben oder bloggen bleibt.
Die dabei gesammelten Erfahrungen mit WordPress haben mich davon überzeugt, dass die Pflege einer wirklich selbst und nur mit Basis-HTML-Wissen erstellten Homepage doch recht aufwendig ist (Was sich auch im Datum der letzten Aktualisierung dieser Domain hier gezeigt hat: irgendwann 2012). Und so habe ich mich mit einem weinenden und einem lachenden Auge dazu entschieden, mit meiner privaten Homepage jetzt einen Neuanfang zu starten und ebenfalls auf WordPress umzustellen.

Die neue Seite soll nun ein Mix aus „Familien-Alltags-Blog“, kartographischen und büroalltäglichen Herausforderungen sowie natürlich auch ein wenig Selbstdarstellung werden – eine Allzweck-Homepage quasi. Wer weiß, vielleicht lohnt es sich ja irgendwann, den einen oder anderen Teil davon später hier herauszulösen (wie ja auch schon beim Häkeln), aber bis dahin wird sich das alles sicherlich auch gut nebeneinander vertragen – es passt ja auch in meinem Leben gut zusammen 😀